Weihnachtsgedichte

Weihnachtsgedichte sind ein besonderes Geschenk zum Fest- und hier finden Sie nur die sch├Ânsten und originellsten dieser Art. Ob Sie auf einer Weihnachtsfeier etwas vortragen m├╝ssen, oder ob Sie Ihre Familie ├╝berraschen wollen, hier finden Sie das richtige Gedicht.
Seite
Sie geh├Âren zu Weihnachten wie Lebkuchen und der geschm├╝ckte Baum: Weihnachtsgedichte sorgen f├╝r Stimmung. Ihre Beliebtheit ist seit Jahrhunderten ungebrochen, weshalb sie alle Jahre wieder zum Einsatz kommen. Zwar hat manch einer sie als Kind gehasst, wenn es zu den Pflichten z├Ąhlte, dem Weihnachtsmann ein Gedicht vorzutragen. Sp├Ątestens der Erwachsene aber erkennt: Als Besch├Ąftigung an Heiligabend oder zur Adventszeit f├Ârdern Weihnachtsgedichte Besinnlichkeit und Familienzusammenhalt. Vorausgesetzt, man beachtet ein paar Dinge, kann der Vortrag sogar Spa├č machen.

Weihnachten als uraltes Fest

Weihnachten ist einer der h├Âchsten Feiertage der Christenheit. Weltweit feiern die Gl├Ąubigen am 25. 12. Christi Geburt. Schon lange z├Ąhlen Lieder und Gedichte zum Brauchtum, mit dem man das Fest der Liebe begeht. Dabei ist der Brauch eigentlich noch viel ├Ąlter. Schon bei den Heiden war n├Ąmlich die Zeit um den 21. 12. herum dem Fest der Wintersonnenwende gewidmet. Es findet sich auch in anderen archaischen Kulturen, wie etwa bei den alten ├ägyptern.

Weihnachten wurde also quasi okkupiert, um die Heiden zum Christentum zu bekehren. Deshalb ist es nur statthaft, dass Weihnachtsgedichte schon lange nicht mehr nur christlich sind. Besonders in den letzten Jahrzehnten haben sich neben den urspr├╝nglich besinnlichen Texten auch heitere, freche oder kritische Gedichte etabliert.

Von wem stammen die meisten Weihnachtsgedichte?

Viele Hobbyautoren m├╝hen sich um sch├Âne Weihnachtsgedichte. Doch nur wenige unter ihnen besitzen echtes Talent, wie es die gro├čen Dichter hatten. Deshalb sollte man die Erzeugung der Stimmung durch Verse den alten Meistern ├╝berlassen. Sie schufen Weihnachtsgedichte in gro├čer Vielfalt, von besinnlich bis heiter.

Gro├če Dichternamen stehen dabei neben l├Ąngst vergessenen. Z├Ąhlt man auch die Lieder zu den Gedichten, was durchaus angebracht ist, dann vervielfacht sich die Auswahl noch einmal. Besonders Lieddichter gerieten als Verfasser rasch in Vergessenheit, w├Ąhrend ihre Lieder ins Volksgut ├╝bergingen und damit unsterblich wurden.

Sie schufen unvergessliche Verse zu Weihnachten (Auswahl):

- Johann Wolfgang von Goethe
- Theodor Storm
- Hoffmann von Fallersleben
- Rainer Maria Rilke
- Wilhelm Busch
- Erich K├Ąstner

Weihnachtsgedichte geh├Âren zur Tradition

Es begann in den b├╝rgerlichen Stuben des neunzehnten Jahrhunderts. Nat├╝rlich sind Weihnachtsgedichte viel ├Ąlter, doch die Tradition, wie wir sie kennen, existiert erst wenige Hundert Jahre: Um Gedichte im Kreise der Familie aufzusagen, braucht es zweierlei - Bildung und Mu├če. Beides kam erst mit dem B├╝rgertum in gro├čem Ma├čstab auf.

Diese Zeit allerdings reichte, um die Besten der Besten zu einigen der sch├Ânsten Weihnachtsgedichte zu inspirieren. Somit ergibt sich ein Riesenfundus an bew├Ąhrten Gedichten, und jedes Jahr kommen Neue hinzu. Die Auswahl f├Ąllt schwer - dabei gibt es nebenan im Internet hilfreiche Seiten, auf denen eine Vielzahl sch├Âner Gedichte zu finden ist.

Heute geh├Âren Gedichte zu Weihnachten wie Geschenke, Pfefferkuchen und der Weihnachtsbaum. Aus gutem Grund: Neben Weihnachtsliedern sind sie am geeignetsten, weihnachtliche Stimmung zu verbreiten. Kinder tragen Gedichte vor, um den Weihnachtsmann gn├Ądig zu stimmen. Doch gute Weihnachtsgedichte sind weit mehr als das. Verbreiten Kulturg├╝ter, tragen zum Familienzusammenhalt bei.

Eine kurze Geschichte des Weihnachtsgedichts

Erste Weihnachtsgedichte gab es bereits im 16. Jahrhundert. Erst zweihundert Jahre sp├Ąter allerdings konnte sich der Brauch. Gedichte aufzusagen, als Teil des Festes etablieren. So ist "Weihnachten" von Hans Br├╝ggemann (gest. 1521) eines der ersten Weihnachtsgedichte, deren Verfassername ├╝berliefert wurde. Hunderte Jahre sp├Ąter verfassten Goethe oder auch Hermann Hesse ihre Gedichte. Sie blieben besser im kulturellen Ged├Ąchtnis.

Im 19. Jahrhundert kam es zudem vermehrt zu ├ťbertragungen aus fremden Sprachen. Die Vorlage von "Oh du Fr├Âhliche" zum Beispiel ist ein italienisches Lied. Eines der bekanntesten deutschen Lieder "Stille Nacht" z├Ąhlt heute sogar zum UNESCO Kulturerbe. Waren die ersten Weihnachtsgedichte vorwiegend verkl├Ąrend und hatten christliche Themen, folgten seit dem fr├╝hen Zwanzigsten Jahrhundert auch weltlichere Gedichte. Tucholsky oder auch K├Ąstner stehen bis heute f├╝r witzige, teils bissige Gedichte mit einem reichen Ma├č an Kritik an der Gesellschaft.

Themen von Weihnachtsgedichten

Das Spektrum an Themen ist breit. Naturthemen ├╝berwiegen, oft verbunden mit der Hoffnung auf baldige ├änderung des bitterkalten Winters. Schnee und Eis, aber auch die Freude der Kinder daran, bleiben gro├če Themen wie christliche Motive. Weil es um Geburt geht, ist ein h├Ąufiges Topic das Christkind, das Hoffnung ausdr├╝ckt. So verquicken sich die alten heidnischen Themen Wintersonnenwende mit christlichen Motiven. Au├čerordentlich viele Gedichte verbreiten besinnliche Stimmung oder sprechen das Thema Friede an.

Adventsgedichte als Spezialform des Weihnachtsgedichtes

Zwar kennt jeder das Gedicht "Advent, Advent, ein Lichtlein brennt". Dennoch sind spezielle Verse zur Adventszeit au├čerordentlich selten. Weil ihre Funktion vor allem darin besteht, auf das Fest einzustimmen, finden normale Weihnachtsgedichte Anwendung. Deshalb sind Adventsgedichte im Prinzip nichts anderes als Weihnachtsgedichte. Eine klare Trennung nach Themen erfolgt nicht. Nur der Anlass - das Aufsagen am Adventssonntag - macht diese Gedichte zu Adventsgedichten.

Weihnachtsgedichte als Erwachsene neu entdecken

Viele von uns haben vergessen, was man einmal in der Schule lernte. Oder man lernte, Gedichte zu hassen - weil man das Aufsagen mit Zwang oder schlechten Noten assoziierte. Geht es aber in sp├Ąteren Jahren ans einfache Lesen von Gedichten, stellt man oft ├╝berrascht fest, was f├╝r eine sch├Âne Sache das ist.

So kennen zwar die meisten Menschen massenhaft Popsongs oder Schlager. Nur Wenigen ist aber bewusst, dass es sich auch dabei um Lyrik handelt - Liedtexte sind ebenfalls Verse! Vorausgesetzt, wir m├╝ssen nichts analysieren, ist die Chance gro├č, wieder ein nat├╝rliches Verh├Ąltnis zu Gedichten aufzubauen.

Geben wir unseren Kindern m├Âglichst fr├╝hzeitig einen solchen lockeren Zugang, k├Ânnen alle nur gewinnen. Kinder werden fr├╝hzeitig an Verse herangef├╝hrt und besch├Ąftigen sich mit Traditionen und Werten. Erwachsene hingegen verbringen einen sch├Ânen Heiligabend oder Weihnachtsfeiertag. Dabei gestaltet sich der Nachmittag aktiv - die Familie ist ├╝ber das einfache Beisammensein auch mit einer gemeinsamen T├Ątigkeit besch├Ąftigt. Das hat mehrere Vorteile.

Weihnachtsgedichte haben Stil

Es gibt viele Arten von Weihnachtsgedichten. Je freier wir mit dieser Art Gedichte umgehen, desto mehr macht die Besch├Ąftigung mit ihnen Spa├č. Ob man Besinnliches mag, christliche Motive oder eher Heiteres - f├╝r jeden Geschmack gibt es Weihnachtsgedichte. Bekommt man dar├╝ber hinaus noch ein Gesp├╝r f├╝r Form und Inhalt, wird das Rezitieren eine stilvolle Angelegenheit.

Weihnachtsgedichte verbreiten Stimmung

Die Lichter am Baum sind entz├╝ndet, die Geschenke ausgepackt, man geht zu Lebkuchen und Kaffee ├╝ber. Was nun? In vielen Familien beginnt einfach das Warten auf das Abendessen. Singen mag nicht jeder, das Fernsehen bringt immer dieselben alten Hits. Weihnachtsgedichte hingegen haben die Kraft, Stimmung zu verbreiten. Besonders durch Thema und Vortrag verleihen sie dem Fest etwas Feierliches. Wer es heiter mag, darf auch gern die Stimmung auflockern. So tragen Weihnachtsgedichte entscheidend dazu bei, ein frohes Fest einzul├Ąuten.

Weihnachtsgedichte f├Ârdern das Ged├Ąchtnis

Werden die Gedichte auswendig aufgesagt, sind sie ein hervorragendes Mittel zum Ged├Ąchtnistraining. Das tut Oma ebenso gut wie Papa oder auch der Enkelin im Grundschulalter. Wem das leichter f├Ąllt, der w├Ąhlt ein Weihnachtsgedicht mit Reimen, da diese sich leichter merken lassen. Wer ein besserer Ged├Ąchtnisk├╝nstler ist, der darf auch gern freie Verse auswendig lernen. Ein Zettel mit der Niederschrift f├╝r den Notfall ist erlaubt!

Kinder m├╝ssen normalerweise sowieso ein oder zwei Weihnachtsgedichte f├╝r die Schule lernen. Schon in der Adventszeit sollte es deshalb zur Selbstverst├Ąndlichkeit werden, im Familienkreis Gedichte aufzusagen. So nimmt man dem Nachwuchs die Scheu davor, ├╝bt das Ged├Ąchtnis und findet bestimmt auch f├╝r jeden ein Lieblingsgedicht!

Gedichte sorgen f├╝r Zusammenhalt in der Familie

Dabei muss das Rezitieren von Gedichten gar nicht mal steif geraten. Jeder sollte das Gedicht aussuchen, das ihm pers├Ânlich am besten gef├Ąllt. Handelt es sich um ein langes Gedicht, so reichen zum Aufsagen oft schon ein oder zwei Strophen.

Der Heiligabend gestaltet sich dann als Treffpunkt mit kultureller Einlage. Die Familie kommt zusammen und bereitet sich auf das h├Âchste Fest der Christenheit vor. Auch Menschen, die keine Christen sind, finden in dieser Zeit oft zusammen, um die Weihnachtszeit f├╝r Familientreffen zu nutzen. Das Aufsagen von Gedichten festigt dabei die Familienbande ebenso wie gemeinsames Singen oder auch gemeinsames Essen.

├ťber den Vortrag

Er sollte m├Âglichst frei gestaltet sein. Nat├╝rlich darf man einen Zettel zum Nachlesen bereithalten und sollte dennoch so frei wie m├Âglich sprechen. Blickkontakt zum Publikum nicht vergessen! Allerdings sollte die Pflicht zum Auswendiglernen der Vergangenheit angeh├Âren - wem Rezitation gar nicht liegt, der darf auch ablesen. Hier kommt es vor allem auf ausdrucksstarken Vortrag an.

Von der L├Ąnge her sollte der Vortrag wenige Minuten nicht ├╝berschreiten. Ohnehin wird das Publikum ganz sch├Ân gefordert - immerhin dauert eine "Lesung" von vier Gedichten ├á f├╝nf Minuten schon zwanzig Minuten. Damit die Aufmerksamkeit der Zuh├Ârer nicht ├╝berstrapaziert wird, sollte sp├Ątestens hier eine Pause folgen.

├ťberhaupt sind m├╝ndliche Vortr├Ąge besser k├╝rzer, daf├╝r jedoch aber abwechslungsreicher. Keiner soll sich dabei langweilen! F├╝r H├Ąnger oder extremes Lampenfieber gilt: Augen zu und durch. Im w├Ârtlichen Sinne: Wer sich immer am Zettel oder Buch festklammert, ger├Ąt in Gefahr, nach dem Hochschauen nicht mehr zu wissen, wo er gerade war.

Auflockern l├Ąsst sich das Ganze mit etwas Musik zwischendurch. Handgemacht oder von Konserve bringt es Stimmung und Abwechslung in den Abend.

Die Vorbereitung

Sie kostet ein wenig Zeit. Schon die Auswahl sollte sorgf├Ąltig erfolgen - bei der F├╝lle an Weihnachtsgedichten darf mit dem Aussuchen gern schon im November begonnen werden. Au├čerdem sollte zeit zum Auswendiglernen eingeplant werden. Schlie├člich hat man besonders kurz vor dem Fest genug Anderes zu tun. Und ein Gedicht, das man fr├╝hzeitig auswendig lernt, kann man h├Ąufiger wiederholen - dann sitzt es im Ernstfall einfach besser.

├ťberhaupt ist Wiederholung die Basis f├╝r den guten Vortrag. Sie bringt Sicherheit: Jede M├Âglichkeit sollte genutzt werden, vor Publikum zu ├╝ben. Hier bieten sich die Adventssonntage an.

Dekoration nicht vergessen: Das kann weihnachtliche Deko sein. Aber auch gem├╝tliche Sitzpolster sowie eine h├╝bsch dekorierte Sitzgelegenheit f├╝r den Vortragenden bieten sich an. So nimmt man besonders denjenigen Kindern die Scheu, welche Schwierigkeiten mit B├╝hnensituationen haben.

Beleuchtung bleibt einer der wichtigsten Faktoren ├╝berhaupt: Sie sollte stimmungsvoll sein, gleichzeitig aber auch genug Licht verbreiten. M├Âchte jemand vorlesen, braucht es eine extra Lampe, rezitiert jemand frei, sollte zumindest seine Person gut zu sehen sein.

Tipps gegen das Lampenfieber

Tief durchatmen! Das ist ein Trick, den auch Schauspieler anwenden. Der ganze K├Ârper entkrampft sich, man bekommt mehr Sauerstoff und beruhigt sich ein wenig. Ein kleiner Trost: Aufregung f├Ârdert Konzentration! Und den meisten Menschen geht es genauso - wer ruhig wirkt, hat sich oft nur gut im Griff.

Tipps bei H├Ąngern

Geht es einmal schief, und man wei├č nicht weiter, nicht lange fackeln: Weitermachen! Auf keinen Fall sollte man die letzte Zeile so lange wiederholen, bis einem einf├Ąllt, wie es weitergeht! Das ist erfahrungsgem├Ą├č nie der Fall und f├╝hrt nur zum Abbruch des Vortrags. Schade um die Energie, die investiert wurde!

Weiter hinten gibt es meist eine Stelle im Weihnachtsgedicht, an der man wieder weiter wei├č. Hei├čt das, ein paar Zeilen auszulassen, dann ist das eben so. Manchem Zuh├Ârer f├Ąllt so etwas gar nicht auf! Und wem es auff├Ąllt, der wird die Ruhe bewundern, mit der man locker ├╝ber die Sache hinweggeht.

Weihnachtsgedichte f├╝r schriftliche Gr├╝├če

Auf Gru├čkarten und in Weihnachtsbriefen machen sich Weihnachtsgedichte gut. Zwei passende Stellen gibt es dabei: nach der Anrede sowie am Schluss vor der Gru├čformel. Dabei ist nur selten das ganze Gedicht erforderlich, ein paar Zeilen reichen. Auf jeden Fall geh├Âren auch ein paar pers├Ânliche Worte dazu!

Sind Liedtexte und Popsongs erlaubt?

Auf jeden Fall. Zwar sollte man nicht unbedingt englische Songs zitieren, wenn die Muttersprache in der Familie Deutsch ist - schlie├člich gibt es in Deutschland wundersch├Âne Weihnachtsgedichte! Kennt sich aber jemand gut mit Popmusik oder beliebten Schlagern aus, dann darf das Gedicht auch gern ein Liedtext sein. Nicht vergessen: Liedgut ist auch nichts andere als ein Gedicht!

Fazit

Weihnachtsgedichte verbreiten Stimmung in der Familie und im Freundeskreis. Wer sich mit Weihnachtsgedichten besch├Ąftigt, erf├Ąhrt eine innere Bereicherung, stimmt sich auf das Fest ein und schult dar├╝ber hinaus sein Ged├Ąchtnis. Weil Deutschland das Land der Dichter und Denker ist, verf├╝gt es auch ├╝ber eine reiche Tradition an Weihnachtsgedichten.

Somit bietet sich dem Interessierten reiche Auswahl: ├ťber vierhundert Jahre haben eine un├╝berschaubare Anzahl an Liedern und Gedichten rund um das Fest hervorgebracht. Von besinnlich ├╝ber heiter bis hin zu kritisch: F├╝r jeden Geschmack finden sich ein paar Verse, die an Heiligabend oder zur Adventszeit vorgetragen werden k├Ânnen.

Dabei f├Ârdert die Tradition den Familienzusammenhalt. Weihnachtsgedichten kommt somit eine wichtige Funktion beim Feiern dieses h├Âchsten christlichen Festes zu: Sie st├Ąrken aktives Beisammensein und halten die Erinnerung an kulturelle Wurzeln wach. Somit sind Weihnachtsgedichte ein unverzichtbarer Bestandteil des Weihnachtsfestes.